Keine „Galerie-37“ in Salzbergen

 |  Alfred Paul Schulte

Keine „Galerie-37“ in Salzbergen

Wie berichtet hatten Alfred und Bärbel Schulte aus Salzbergen Steide das Haus Dalsing in Salzbergen an der Bahnhofstr.37 im vergangenem Herbst gekauft. Dort wollten sie einen  Neubau nach den Plänen des Büro Vos-Lange in Rheine entstehen lassen. Eine über 2 Stockwerke gehende Kunstgalerie sollte dort alles, was Bärbel Schulte in den vergangenen 25 Jahren geschaffen hatte, einem kunstinteressiertem Publikum in verschiedenen Ausstellungen darbieten. Daneben waren Bereiche mit Druckerpresse, Keramikbrennofen und großem Webstuhl geplant. In dem Neubau sollte noch ein weiteres Ladenlokal, vier Wohnungen und ein Penthouse entstehen. Nach den Vorstellungen der Investoren musste das Gebäude durch sein Erscheinungsbild aus dem üblichem, in Salzbergen vorgegebenem Rahmen, herausstechen. Die Gemeindeverwaltung um Bürgermeister Kaiser und die Mehrheitsfraktion der CDU im Gemeinderat ließen schlussendlich das Projekt an der geplanten Flachdachvariante scheitern. Nach Besuchen in den beiden Fraktionen des Gemeinderates sind Schultes zu der Ansicht gekommen, dass die Planung des Projektes  „Galerie-37“  eine Generation zu früh für Salzbergen gekommen ist. Die Argumentation einzelner Ratsmitglieder war schon sehr befremdend, beklagt die jetzt enttäuschte Bärbel Schulte. Die Frage nach dem Geschlecht des Architekten befremdete. Kein CDU Ratsmitglied ließ erkennen, verstanden zu haben, dass Kunst in der heutigen Zeit einen entsprechenden Rahmen benötigt. Die Bahnhofstrasse in Salzbergen versprühe mit dem Gebäude Dalsing und den gegenüber liegenden Gebäuden mit ebenerdig vorgesetzten Verkaufsflächen noch immer den Charme der Kohlezeit, beklagte sich ein Geschäftsführer aus der Nachbarschaft. Schultes können auch nicht begreifen, dass für sie keine Ausnahmeregelung oder Bebauungsplanänderung angeboten wurde. Für den K&K Markt wurde der Bebauungsplan geändert, daraus resultierte jetzt die Flachdachvariante der neuen Volksbank. Änderungen wurden auch vorgenommen zu Gunsten der Investoren Puls für den unlängst abgeschlossene Neubau auf der Bahnhofstrasse und gegenüber für den Investor im  Gewerbegebiet Feldmann, das zum Wohngebiet umgewandelt wurde. Alfred Schulte beklagt sich darüber, dass Gemeindeverwaltung und CDU Fraktion sich gegen die geplante Variante ausgesprochen haben. Die aus der Geschäftswelt und von vielen Mitbürgern erhaltenen Glückwünsche zu dem vorgestelltem Entwurf bestärken ihn und seine Frau Bärbel in dem Zweifel, ob Gemeinde und CDU Mehrheit mit dem richtigem Weitblick für eine moderne Ortsentwicklung ausgestattet sind. Ein Lichtblick ist für ihn das Gefühl, dass in der SPD Fraktion mehr Verständnis für das Projekt vorhanden war.

Schlussendlich bleibt festzustellen, dass hier eine größere Investition in ein Kommunikations- und Ausstellungszentrum, das weit über die Ortsgrenzen hinaus Interessenten angezogen hätte, verhindert wurde.

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